Erfolgreich trainieren – Gastbeitrag

17. Februar 2017

Wisst ihr, wann ein Training erfolgreich ist? Woran misst man das? Daran, dass die Technik besser wird, oder daran, dass die Fitness zunimmt? Ich kann das eigentlich nicht beantworten, es wäre aber mal interessant zu erfahren, wie das jeder einzelne für sich sieht.
Natürlich möchte man, wenn man sich schon für eine Sportart entscheidet und dann sogar regelmäßig trainiert, dass das irgendwelche Erfolge nach sich zieht. Da hat sicher auch jeder einen anderen Ansporn und ein anderes Ziel. Ich kann nur sagen, wann ein Training für mich erfolgreiche ist: Wenn ich Spaß dabei habe. Wenn ich mich auspowern kann und nicht das Gefühl habe mich für irgendetwas zu quälen. Meine persönliche Sportart ist zwar nicht Taekwon-Do sondern eine andere, aber die Definition für "Erfolgreiches Training" ist diesselbe.

Dass ein Training bei Sebastian erfolgreich ist, sehe ich jede Woche an meinen Kindern. Und zwar nicht daran, dass sie eine tadellose Technik bekommen. Denn nach mehreren Monaten Trainingsbeobachtung muss ich schon sagen, dass das eine Frage des Talents ist: Dem einen liegt es, dem anderen nicht so. Dass das Training bei Sebastian für uns das Richtige ist, merke ich an etwas anderem: Wenn ich den Junior vom Hort abhole mit den hoffnungsvoll motivierenden Worten: "Auf zum Taeki-Training.", er weniger als keine Lust hat und ich ihn, z.T. unter Strafandrohung, hinschleifen muss, klingt das nicht nach dem richtigen Anfang, oder? Aber kaum hat dieses missmutige lustlose Kind seinen Gürtel zugebunden, stürmt es los und hat während der ganzen Stunde den größten Spaß von allen. Woran das liegt? Das liegt an einem Trainer, der es schafft Kinder auch noch am späten Nachmittag anzuspornen. Der mit einem feinen Gespür, nicht grenzenloser aber bemerkenswerter Geduld und den richtigen Worten die Lust am Training rauskitzelt. Der intuitiv spürt, wann die Kinder eine Meditationspause brauchen um zur Ruhe zu kommen oder aber auch, wann eine Runde Auspowern angebracht ist. Also wass will man mehr? Ich jedenfalls nichts. Erfolgreicher könnte es nicht laufen!